
Pyramiden-Solitär: die Regeln
Pyramiden-Solitär klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.
Aktualisiert am 31. Januar 2026
📋 Sommaire
Pyramiden-Solitär ist eine Patience für einen Spieler, gespielt mit einem einzigen Standardblatt aus 52 Karten. Der Name kommt von der Auslage: Die Karten liegen zu Beginn als Dreieck auf dem Tisch, mit einer Karte an der Spitze und sieben Karten in der untersten Reihe. Es gehört zu den bekanntesten Vertretern der Additions-Patiencen — also der Legespiele, bei denen nicht Farben oder Reihenfolgen zählen, sondern Kartenwerte, die zusammen eine bestimmte Summe ergeben.
Man braucht nichts weiter als ein Kartenspiel und etwas Platz auf dem Tisch. Eine Partie dauert selten länger als ein paar Minuten, was Pyramiden-Solitär zum idealen Zeitvertreib zwischendurch macht.
Ziel des Spiels
Ziel ist es, die gesamte Pyramide abzutragen, indem man Kartenpaare entfernt, deren Werte zusammen genau 13 ergeben. Wer am Ende alle 28 Karten der Pyramide abgeräumt hat, hat die Patience gewonnen.
Die Kartenwerte
Die Werte sind schnell erklärt: Ass zählt 1, die Zahlenkarten zählen ihren aufgedruckten Wert, Bube zählt 11, Dame 12 und König 13. Die Farben spielen überhaupt keine Rolle — Herz, Pik, Karo und Kreuz sind völlig gleichwertig.
Daraus ergeben sich die möglichen Paare: Ass mit Dame, Zwei mit Bube, Drei mit Zehn, Vier mit Neun, Fünf mit Acht, Sechs mit Sieben. Der König ist der Sonderfall: Er zählt allein schon 13 und wird deshalb einzeln abgeräumt, ohne Partnerkarte.
Vorbereitung
Mischt das Blatt gründlich und legt 28 Karten offen als Pyramide aus, in sieben Reihen: eine Karte in der ersten Reihe, zwei in der zweiten, drei in der dritten und so weiter bis zu sieben Karten in der siebten Reihe. Die Karten werden dabei überlappend gelegt: Jede Karte deckt zwei Karten der Reihe darüber halb ab, so dass am Ende nur die untersten sieben Karten vollständig frei liegen.
Die verbleibenden 24 Karten bilden verdeckt den Talon, den man neben die Pyramide legt. Daneben entsteht im Lauf des Spiels die Ablage.
Spielablauf
Verfügbar — also spielbar — ist jede Karte, die von keiner anderen Karte mehr überdeckt wird. Zu Beginn sind das ausschließlich die sieben Karten der untersten Reihe. Sobald eine Karte entfernt wird, kann die Karte darüber frei werden, sobald auch ihre zweite Deckkarte verschwunden ist.
Der Zug besteht immer darin, zwei verfügbare Karten mit der Summe 13 abzuräumen, oder einen einzelnen König. Dabei zählen als verfügbar sowohl die freien Karten der Pyramide als auch die oberste Karte der Ablage — ein Paar darf also aus zwei Pyramidenkarten bestehen oder aus einer Pyramidenkarte und der obersten Ablagekarte.
Wenn kein Zug mehr möglich ist oder man keinen spielen möchte, deckt man die oberste Karte des Talons auf und legt sie offen auf die Ablage. Diese neue Karte kann sofort mit einer freien Pyramidenkarte gepaart werden; passt sie nirgends, deckt man einfach die nächste Talonkarte auf.
Genau hier liegt der taktische Kern des Spiels: Es lohnt sich, nicht jeden möglichen Zug sofort zu machen. Wer eine Karte vorschnell wegnimmt, verliert damit unter Umständen den einzigen Partner für eine Karte, die weiter oben in der Pyramide steckt. Es hilft, die Pyramide vor jedem Zug kurz von oben nach unten durchzugehen und zu prüfen, welche Karten noch einen Partner brauchen.
Wertung und Spielende
Eine klassische Wertung gibt es nicht: Die Patience geht auf oder eben nicht. Gewonnen ist sie, wenn die Pyramide restlos abgeräumt ist. Verloren ist sie, wenn der Talon erschöpft ist und kein Paar mit der Summe 13 mehr gebildet werden kann. Wer digital spielt, findet dort oft zusätzlich eine Punktewertung nach abgeräumten Karten und benötigter Zeit — das ist aber eine Zutat der jeweiligen App, nicht Teil der Grundregeln.
Pyramiden-Solitär gilt als eher schwierige Patience: Ein großer Teil der Partien lässt sich mit striktem Regelwerk gar nicht lösen, weil zwei zueinander passende Karten übereinander in derselben Spalte hängen können.
Verbreitete Varianten
Die geläufigsten Varianten betreffen den Talon. In der strengsten Fassung wird er genau einmal durchgespielt. Andere Fassungen erlauben zwei oder drei Durchgänge: Ist der Talon leer, wird die Ablage umgedreht und erneut als Talon verwendet. Manche Versionen erlauben zusätzlich, die oberste Talonkarte direkt mit der obersten Ablagekarte zu paaren. Je mehr davon erlaubt ist, desto häufiger geht die Patience auf — deshalb sollte man vor einer Partie festlegen, nach welcher Fassung man spielt.
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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte
Der häufigste Fehler ist, jedes sichtbare Paar sofort abzuräumen. Wer zum Beispiel eine Sechs entfernt, obwohl er sie weiter oben für eine schwer erreichbare Sieben gebraucht hätte, blockiert die eigene Pyramide. Der zweite Klassiker: die Ablage zu ignorieren — ihre oberste Karte ist ein vollwertiger Partner und rettet oft eine festgefahrene Stellung. Und schließlich vergessen viele, dass der König keinen Partner braucht; ein König, der eine Karte blockiert, kann jederzeit weggeräumt werden.
FAQ
- Wie viele Karten liegen in der Pyramide? 28 Karten in sieben Reihen, von einer Karte an der Spitze bis zu sieben in der untersten Reihe. Die restlichen 24 Karten bilden den Talon.
- Welche Karten darf ich entfernen? Immer zwei freiliegende Karten, deren Werte zusammen 13 ergeben — oder einen König allein, da er bereits 13 zählt.
- Zählt die Farbe der Karten? Nein, nur der Wert. Ein Paar aus einer Fünf und einer Acht ist unabhängig von den Farben gültig.
- Wann ist die Partie verloren? Wenn der Talon aufgebraucht ist und kein gültiges Paar mehr gebildet werden kann.
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