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Klondike-Solitär: die Regeln
solitaire 6 Min. Lesezeit

Klondike-Solitär: die Regeln

Klondike-Solitär klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 28. Januar 2026

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Klondike ist die bekannteste Patience der Welt — jenes Spiel, das die meisten schlicht „Solitär" nennen. Es wird allein gespielt, mit einem Standardblatt von 52 Karten, und der Verlag Bicycle empfiehlt es ab 13 Jahren. Mehr braucht es nicht: ein vollständiges Blatt und eine Tischfläche.

Ziel des Spiels

Ziel ist es, alle vier Farben auf den Fundamenten aufzubauen, jede aufsteigend vom Ass bis zum König. Die Fundamente liegen in einer Reihe oberhalb der Tableau-Stapel. Sind alle vier vollständig, ist die Partie gewonnen.

Vorbereitung

Legen Sie 28 Karten in sieben Stapeln aus:

  • der erste Stapel erhält eine Karte;
  • der zweite zwei;
  • und so weiter bis zum siebten Stapel mit sieben Karten.

Die oberste Karte jedes Stapels liegt offen, alle übrigen verdeckt. Die restlichen 24 Karten bilden den Talon (Stock) und werden beiseitegelegt.

Ein weit verbreiteter Irrtum sei gleich ausgeräumt: Die vier Asse werden nicht beim Auslegen auf die Fundamente gelegt. Sie bilden zwar die Fundamente, doch jedes Ass muss erst im Spiel verfügbar werden und wandert dann in die obere Reihe.

Spielablauf

Sobald ein Ass verfügbar wird, muss es auf die Fundamentreihe gespielt werden. Darauf werden anschließend die Karten derselben Farbe der Reihe nach gelegt: die Zwei, dann die Drei, dann die Vier — jeweils sobald sie verfügbar sind.

Im Tableau gilt die umgekehrte Bauregel: Jede bewegliche Karte darf auf eine Karte des nächsthöheren Wertes in der Gegenfarbe gelegt werden. Das Beispiel von Bicycle selbst: Eine schwarze Fünf darf auf eine rote Sechs gelegt werden. Liegt mehr als eine Karte offen auf einem Tableau-Stapel, müssen all diese Karten als Einheit bewegt werden, niemals einzeln.

Bleibt auf einem Stapel keine offene Karte mehr, wird die oberste verdeckte Karte umgedreht und ist damit verfügbar. Wird ein Stapel ganz geleert, darf die entstandene Lücke nur mit einem König gefüllt werden.

Der Talon wird in Dreiergruppen aufgedeckt. Nur die oberste Karte der drei darf gespielt werden, auf einen Tableau-Stapel oder auf ein Fundament. Wird sie verwendet, wird die darunterliegende Karte ihrerseits verfügbar. Lässt sich die oberste Karte nicht nutzen, kommen die ein, zwei oder drei Karten der Gruppe offen auf den Ablagestapel, und die nächste Dreiergruppe wird aufgedeckt.

Punktewertung und Spielende

Die Bicycle-Regeln sehen für Klondike keine Punktewertung vor: Die Partie wird schlicht gewonnen oder verloren. Gewonnen ist sie, wenn alle vier Fundamente bis zu den Königen aufgebaut sind; verloren, wenn kein legaler Zug mehr möglich ist — was häufig vorkommt, denn nicht jede Auslage ist lösbar. Digitale Fassungen ergänzen oft Punkte oder eine Uhr, doch das sind Zutaten dieser Umsetzungen, nicht der Kartenregel.

Verbreitete Varianten

Klondike gehört zu einer größeren Familie verwandter Patiencen, die üblicherweise daneben genannt werden: die allgemeine Patience, Kings Corner, Nerts und Spider Solitär, jeweils mit eigener Auslage und eigenen Bauregeln. Digitale Klondike-Fassungen bieten außerdem häufig ein Ziehen Karte für Karte statt in Dreiergruppen an, was eine Auslage deutlich leichter lösbar macht.

Warum dieses Spiel so gut ankommt

Klondike kommt mit einer einzigen, leicht zu merkenden Bauregel aus — absteigender Wert, wechselnde Farbe — und stellt trotzdem bei jeder Auslage ein neues Problem. Die schönsten Momente entstehen, wenn eine gerade aufgedeckte verdeckte Karte eine ganze Zugkette freilegt, oder wenn endlich ein König eine seit dem Austeilen blockierte Spalte öffnet. Dazu braucht es weder Mitspieler noch Aufbauzeit, das Spiel lässt sich jederzeit unterbrechen und fortsetzen.

Wo man das Spiel bekommt

Klassisch am Tisch spielen Sie es mit einem Solitär-Kartenspiel auf Amazon.de. Jedes Standardblatt mit 52 Karten genügt.

Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

  • Die Asse schon beim Austeilen auf die Fundamente legen: Sie müssen erst im Spiel verfügbar werden.
  • Das Tableau nach Farbe bauen: Es gilt Gegenfarbe und absteigender Wert.
  • Eine einzelne Karte aus einer offenen Folge herausziehen wollen: Die Folge wandert komplett.
  • Eine Spalte leeren, ohne einen König zur Verfügung zu haben — die Lücke bleibt dann ungenutzt.
  • Karten zu früh auf die Fundamente abgeben, obwohl sie im Tableau noch zum Freispielen gebraucht wurden.

FAQ

Wie viele Karten werden zu Beginn ausgelegt?

28 Karten in sieben Stapeln von einer bis sieben Karten; die übrigen 24 bilden den Talon.

Worauf darf eine Tableau-Karte gelegt werden?

Auf eine Karte des nächsthöheren Wertes in der Gegenfarbe, etwa eine schwarze Fünf auf eine rote Sechs.

Was darf in eine leere Spalte?

Ausschließlich ein König.

Wie funktioniert der Talon?

Die Karten werden in Dreiergruppen aufgedeckt; nur die oberste Karte der Gruppe ist spielbar, die darunterliegende wird frei, sobald man sie verwendet.

Gibt es bei Klondike eine Punktewertung?

In den Bicycle-Regeln nicht: Die Partie ist gewonnen, wenn alle vier Fundamente vollständig sind, und verloren, wenn kein Zug mehr möglich ist.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 28. Januar 2026. https://bicyclecards.com/how-to-play/klondike/