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Spider-Solitär: die Regeln
solitaire 6 Min. Lesezeit

Spider-Solitär: die Regeln

Spider-Solitär klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 30. Januar 2026

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Das Spiel im Überblick

Spider Solitär ist eine Patience für einen einzelnen Spieler. Gespielt wird mit zwei vollständigen Standard-Decks zu je 52 Karten, also insgesamt 104 Karten. Die offizielle Bicycle-Anleitung empfiehlt das Spiel ab 13 Jahren. Der Name spielt auf die acht Farbfolgen an, die im Lauf einer Partie zusammenzustellen sind — wie die acht Beine einer Spinne.

Ziel des Spiels

Ziel ist es, 13 Karten einer Farbe in aufsteigender Reihenfolge von Ass bis König auf einem Stapel zusammenzubringen. Sobald eine solche vollständige Farbfolge zustande kommt, wird sie abgehoben und aus dem Spiel genommen. Gewonnen ist die Partie, wenn alle acht Farbfolgen ausgespielt sind.

Vorbereitung

Beide Decks werden zusammen gemischt. Anschließend werden zehn Stapel zu je fünf Karten reihenweise ausgeteilt. Von jedem Stapel liegen die ersten vier Karten verdeckt, nur die oberste Karte liegt offen. Die übrigen Karten bleiben als Talon beiseite — aus ihm werden im Spielverlauf weitere Reihen ausgeteilt.

Spielablauf

  • Die oberste Karte eines Stapels darf bewegt werden, zusammen mit allen offenen Karten darunter, die in derselben Farbe eine lückenlose aufsteigende Folge bilden.
  • Eine verfügbare Folge darf an beliebiger Stelle geteilt werden, indem man einige Karten zurücklässt. Beispiel: Zeigt ein Stapel von oben nach unten 4, 5, 6, 7, so lassen sich die erste, die ersten zwei oder die ersten drei Karten als Einheit bewegen; die 7 lässt sich erst bewegen, wenn die drei darüberliegenden Karten entfernt sind.
  • Sind alle offenen Karten eines Stapels entfernt, wird die nächste verdeckte Karte umgedreht und ist damit verfügbar.
  • Eine bewegliche Einheit darf entweder auf einen freien Platz gelegt werden oder auf eine Karte, deren Rang um genau eins höher ist als die unterste Karte der Einheit — unabhängig von Farbe und Symbol. Beispiel: Ist die unterste Karte einer Einheit ein Bube, darf sie auf jede der vier Damen gelegt werden.
  • Ein König kann ausschließlich auf einen freien Platz gelegt werden. Freie Plätze dürfen aber auch mit jeder anderen beweglichen Einheit gefüllt werden.
  • Sind keine Züge mehr möglich oder gewünscht, teilt der Spieler eine weitere Reihe von zehn offenen Karten aus — je eine auf jeden Stapel. Vor einem solchen Austeilen müssen alle freien Plätze gefüllt sein. Das letzte Austeilen besteht nur noch aus vier Karten, die auf die ersten vier Stapel gelegt werden.

Punktewertung und Spielende

Die Bicycle-Regeln sehen keine Punktewertung vor: Die Partie ist gewonnen, wenn alle acht Farbfolgen zusammengestellt und abgelegt wurden. Sie ist verloren, wenn keine Züge mehr möglich sind und auch kein Austeilen mehr ansteht.

Verbreitete Varianten

Die offizielle Anleitung beschreibt nur die Standardfassung mit zwei vollständigen Decks. In digitalen Umsetzungen hat sich zusätzlich die Einteilung nach Schwierigkeitsgrad durchgesetzt: eine Fassung mit nur einer Farbe, eine mit zwei Farben und die vollständige Fassung mit allen vier Farben. Je weniger Farben im Spiel sind, desto leichter lassen sich lückenlose Folgen bilden.

Wissenswertes

Der Beiname „achtbeinig" ist kein Zufall: Zwei Decks enthalten zusammen acht komplette Farbserien, und genau acht Folgen von Ass bis König müssen abgelegt werden, um die Partie zu gewinnen. Daher kommt auch der Spinnen-Vergleich, mit dem Bicycle das Spiel selbst bewirbt.

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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

  • Übersehen, dass eine Folge geteilt werden darf, indem man Karten zurücklässt.
  • Freie Plätze zu früh mit einer beliebigen Einheit füllen: Ein leerer Platz ist die wertvollste Ressource im Spiel, weil nur dort ein König untergebracht werden kann.
  • Vergessen, dass vor dem nächsten Austeilen zwingend alle freien Plätze gefüllt sein müssen — das kann eine gut vorbereitete Stellung zerstören.
  • Verdeckte Karten liegen lassen, statt gezielt jene Stapel abzuräumen, unter denen noch viele verdeckte Karten warten.

FAQ

Darf man Karten unterschiedlicher Farben aufeinanderlegen? Ja, aber nur beim Ablegen einer Einheit: Sie kommt auf eine Karte des nächsthöheren Rangs, unabhängig von Farbe und Symbol. Gemeinsam bewegt werden dürfen dagegen nur Karten, die in derselben Farbe eine aufsteigende Folge bilden.

Wie viele Karten braucht man? Zwei vollständige Standard-Decks zu je 52 Karten, also 104 Karten.

Wie viele Karten liegen zu Beginn offen? Genau zehn — je eine pro Stapel. Die vier Karten darunter liegen verdeckt.

Wann darf man eine neue Reihe austeilen? Erst wenn kein Zug mehr möglich oder gewünscht ist und alle freien Plätze wieder gefüllt sind.

Wohin darf ein König gelegt werden? Ausschließlich auf einen freien Platz.

Was passiert mit einer vollständigen Farbfolge? Sie wird vom Stapel abgehoben und aus dem Spiel genommen. Nach acht solchen Folgen ist die Partie gewonnen.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 30. Januar 2026. https://bicyclecards.com/how-to-play/spider-solitaire