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Chinchón: die Regeln
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Chinchón: die Regeln

Chinchón klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 17. Februar 2026

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Das Spiel im Überblick

Chinchón gehört zu der großen Familie von Spielen, bei denen man die Karten auf der Hand zu Kombinationen zusammenstellt, bevor die Gegner das schaffen. Auch Rummy, Remigio und Canasta gehören zu dieser Familie. Gespielt wird mit einem spanischen Blatt zu 40 oder 48 Karten.

Zwei, drei oder vier Spieler kommen mit einem einzigen Blatt aus; fünf bis acht Spieler benötigen zwei Blätter. Chinchón wird immer als Einzelspiel gespielt, nie in Mannschaften.

Ziel des Spiels

Ziel ist es, die gesamte Hand zu gültigen Kombinationen zusammenzustellen und sie vor den Mitspielern auf einmal abzulegen.

Kartenrangfolge und Kartenwerte

Die Reihenfolge von hoch nach niedrig lautet: König, Reiter (Caballo), Bube, Neun, Acht, Sieben, Sechs und so weiter bis zum Ass, der niedrigsten Karte. Ein spanisches Blatt kennt also keine Dame — an ihrer Stelle steht der Reiter.

Beim 48-Karten-Blatt zählt jede Karte ihren aufgedruckten Wert. Beim 40-Karten-Blatt gelten für die Bildkarten abweichende Werte: der Bube zählt 8, der Reiter 9 und der König 10 Punkte.

Vorbereitung

Jeder Spieler zieht eine Karte aus dem Stapel. Wer die höchste Karte zieht, ist die "Hand" und eröffnet später das Spiel. Der Spieler links von der "Hand" gibt jedem Spieler sieben Karten, einzeln nacheinander, und legt anschließend die nächste Karte offen neben den verdeckten Stapel — sie bildet den Anfang des Ablagestapels.

Spielablauf

Die "Hand" beginnt und wählt, ob sie die offen liegende Karte vom Tisch oder die oberste Karte des verdeckten Stapels aufnimmt. Danach legt sie eine Karte offen zu ihrer Rechten ab, damit der nächste Spieler sie gegebenenfalls aufnehmen kann; damit endet der Zug. Der folgende Spieler hat dieselbe Wahl: abgelegte Karte oder oberste Stapelkarte, dann eine eigene Karte ablegen — und so weiter reihum.

Jeder Spieler versucht, Gruppen von ranggleichen Karten oder Folgen derselben Farbe zu bilden. Sowohl Gruppen als auch Folgen sind nur gültig, wenn sie aus mindestens drei Karten bestehen. In einer Folge kann sich das Ass ausschließlich an die Zwei, die Drei und so weiter anschließen, der König ausschließlich an Reiter, Bube und so fort. Legt ein Spieler alle sieben Karten seiner Hand auf einmal als Kombinationen ab, heißt das Chinchón.

Nimmt ein Spieler versehentlich zwei Karten auf und hält damit acht Karten, oder legt er ab, ohne gezogen zu haben, und hält nur noch sechs, so kann er in dieser Runde nicht mehr herausgehen. Er bleibt aber im Spiel und versucht, möglichst wenige Punkte zu kassieren. Geht der verdeckte Stapel zu Ende, ohne dass die Runde entschieden ist, nimmt der Geber die abgelegten Karten auf, mischt sie und das Spiel läuft weiter.

Ein Spieler darf sich schließen, wenn seine nicht kombinierten Karten zusammen höchstens 5 Punkte wert sind. Beim Schließen legt er alle kombinierten Karten offen auf den Tisch und behält die übrigen auf der Hand. Die anderen Spieler dürfen der Reihe nach eigene, nicht kombinierte Karten an diese Auslagen anlegen — an die Drillinge ebenso wie auf- oder absteigend an die Folgen. Mit zwei Blättern werden Folgen streng von links nach rechts vervollständigt, und je Wert darf höchstens eine Karte angelegt werden. Danach legt der nächste Spieler seine Kombinationen aus, und die übrigen legen auf dieselbe Weise an.

Die Runde endet, sobald ein Spieler alle Karten bis auf eine losgeworden ist; mit dieser letzten Karte schließt er ab, indem er sie verdeckt auf den Ablagestapel legt.

Punktewertung und Spielende

Chinchón wird bis 70 oder 100 Punkte gespielt. Vor jeder Partie zahlt jeder Spieler den vereinbarten Betrag in den Pot. Nach jeder Runde notiert man die erzielten Punkte sowie den Wert der nicht kombinierten Karten. Wer die vereinbarte Punktgrenze überschreitet, scheidet aus. Es gewinnt der letzte Spieler, dessen Punktestand die vereinbarte Grenze noch nicht erreicht hat — er nimmt den Pot.

Wer alle Karten auf einmal ablegt, also Chinchón erzielt, erhält eine Prämie von 10 Punkten: Sie wird von seinem Punktestand abgezogen. Zusätzlich hat er den Vorteil, dass kein anderer Spieler Karten an seine Auslagen anlegen darf.

Verbreitete Varianten

Ausgeschiedene Spieler können, wenn sie möchten, ein- oder mehrmals wieder einsteigen: Sie übernehmen dazu den Punktestand des Spielers mit der höchsten Punktzahl und zahlen den vereinbarten Betrag erneut in den Pot. Weitere Unterschiede zwischen den Spielrunden betreffen vor allem die vereinbarte Punktgrenze — 70 oder 100 — sowie die Frage, ob mit 40 oder 48 Karten gespielt wird.

Warum dieses Spiel so gut ankommt

Chinchón ist leicht zu erklären und trotzdem taktisch: Jeder Zug zwingt zu der Frage, ob man eine Karte behält, weil sie zu einer künftigen Folge passt, oder sie ablegt und damit womöglich dem Nachbarn hilft. Ein besonderer Spielmoment ist das gelungene Chinchón — alle sieben Karten auf einen Schlag, die Prämie von 10 Punkten und die Gewissheit, dass niemand mehr etwas anlegen kann.

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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

  • Zu früh schließen: Erlaubt ist es nur, wenn die nicht kombinierten Karten zusammen höchstens 5 Punkte ergeben.
  • Vergessen, dass jede Gruppe und jede Folge mindestens drei Karten braucht.
  • Übersehen, dass das Ass in einer Folge nur nach unten offen ist — es verbindet sich mit Zwei und Drei, nicht mit dem König.
  • Achtlos ablegen: Die abgeworfene Karte liegt offen und kann sofort vom nächsten Spieler aufgenommen werden.

FAQ

  • Wie viele Spieler können Chinchón spielen? Zwei bis vier Spieler mit einem Blatt, fünf bis acht Spieler mit zwei Blättern. Gespielt wird immer einzeln.
  • Wie viele Karten bekommt jeder Spieler? Sieben Karten, einzeln ausgeteilt vom Spieler links der "Hand".
  • Was ist ein Chinchón? Wenn ein Spieler alle sieben Karten seiner Hand auf einmal als Kombinationen ablegt. Das bringt eine Prämie von 10 Punkten, die vom eigenen Punktestand abgezogen wird.
  • Wie werden die Karten gewertet? Beim 48-Karten-Blatt zählt jede Karte ihren aufgedruckten Wert. Beim 40-Karten-Blatt zählt der Bube 8, der Reiter 9 und der König 10 Punkte.
  • Wann darf man sich schließen? Sobald die nicht kombinierten Karten auf der Hand zusammen höchstens 5 Punkte wert sind.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 17. Februar 2026. https://www.nhfournier.es/en/como-jugar/chinchon/