
Set: die Regeln
Set klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.
Aktualisiert am 29. März 2026
📋 Sommaire
Set: Die Regeln
Ein Blick auf das Spiel im Überblick
Material: 81 Spielkarten, Regelbuch Kartenmerkmale: Farbe (grün, violett, rot), Anzahl der Symbole (1, 2 oder 3), Füllung (ausgefüllt, umrandet, schraffiert), Symbol (Ovale, Wellen, Rauten)
Das Spielziel
Im Spiel Set geht es darum, aus den 12 offen liegenden Karten ein SET aus 3 Karten zu erkennen. Ein SET besteht aus drei Karten, bei denen jedes einzelne Merkmal – Merkmal für Merkmal betrachtet – entweder auf allen drei Karten gleich oder auf allen drei Karten verschieden ist. Jedes der vier Merkmale muss diese Regel für sich erfüllen: die Form ist auf allen 3 Karten gleich oder auf jeder verschieden, die Farbe ebenso, und genauso Anzahl und Füllung.
Die schnelle Kontrolle lautet: Sobald bei irgendeinem Merkmal zwei Karten gleich und eine verschieden ist, ist es kein SET. Zwei rote Karten und eine violette – kein SET.
Vorbereitung
Der Geber mischt die 81 Karten und legt 12 davon offen als Rechteck auf den Tisch, so dass alle sie sehen können. Niemand hat eine verdeckte Hand, und es gibt keine Reihenfolge: Alle betrachten gleichzeitig dieselben Karten. Der Rest der Karten liegt als Nachziehstapel daneben.
Spielablauf
Die Spieler nehmen SETs aus 3 Karten von einer beliebigen Stelle des Tisches. Vor dem Zugreifen muss man "SET" rufen: Wer zuerst ruft, hat die Auslage für sich, und niemand sonst darf Karten aufnehmen, bis er fertig ist. Das SET muss innerhalb weniger Sekunden nach dem Ruf aufgenommen werden.
Die übrigen Spieler prüfen jedes SET. Stimmt es, behält der Spieler die drei Karten als einen Punkt, und der Geber ersetzt sie durch 3 Karten vom Stapel. Ruft jemand "SET", ohne eines zu haben, oder ist das SET falsch, verliert er einen Punkt und die 3 Karten kommen zurück auf den Tisch.
Sind sich alle Spieler einig, dass unter den 12 Karten kein SET liegt, werden 3 weitere Karten offen ausgelegt, also 15 insgesamt. Diese 3 Karten werden beim nächsten gefundenen SET nicht ersetzt, so dass die Auslage wieder auf 12 Karten schrumpft.
Beispiele für gültige SETs
- Alle drei Karten haben dieselbe Form, dieselbe Farbe und dieselbe Anzahl von Symbolen, aber jeweils eine andere Füllung.
- Alle drei Karten haben verschiedene Formen, verschiedene Farben und verschiedene Anzahlen von Symbolen, aber alle dieselbe Füllung.
- Alle drei Karten unterscheiden sich in allen vier Merkmalen: Form, Farbe, Anzahl und Füllung.
Punktewertung und Spielende
Das Spiel läuft, bis der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Am Ende können Karten übrig bleiben, die kein SET mehr bilden. Dann wird gezählt, wie viele SETs jeder Spieler gesammelt hat – ein Punkt pro SET –, und wer die höchste Punktzahl hat, gewinnt.
Wer länger spielen möchte, gibt die Geberrolle an den linken Nachbarn weiter, mischt den kompletten Stapel neu und spielt eine weitere Runde. Wenn jeder Spieler einmal gegeben hat, endet die Partie, und der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt.
Verbreitete Varianten
Für den Einstieg spielt man nur mit dem kleinen Stapel, also den Karten mit ausgefüllten Symbolen. Damit fällt ein Merkmal weg, die Füllung, und es bleiben drei Merkmale zum Vergleichen. Sobald man SETs in dieser Drei-Merkmale-Version schnell erkennt, mischt man beide Stapel zusammen und spielt das vollständige Spiel.
Set lässt sich auch allein spielen, mit einem Zusatz: Findet der Spieler kein SET, legt er 3 weitere Karten aus und kassiert eine Strafe von einem SET. Zum Gewinnen muss er diese Strafe abtragen, indem er unter den letzten 12 Karten auf dem Tisch noch ein SET findet.
Eine kuriose Anekdote oder ein Rekord
Die Auslage aus 12 Karten ist fast nie wirklich blockiert: Die Chance, dass in 12 Karten ein SET steckt, liegt bei etwa 33:1, und bei 15 Karten auf dem Tisch bei rund 2500:1. Wenn der Tisch also unlösbar aussieht, hakt es fast immer am Auge und nicht an der Verteilung.
Wo man das Spiel bekommt
Anfängerfehler, die man vermeiden sollte
- Nach drei in allem gleichen Karten suchen: Jedes Merkmal muss auf allen drei Karten gleich oder auf jeder Karte verschieden sein, und alle vier Merkmale werden getrennt geprüft.
- Die schnelle Kontrolle vergessen: Zwei gleiche und eine abweichende Karte bei einem einzigen Merkmal genügen, damit es kein SET ist.
- Zugreifen, bevor man "SET" gerufen hat: Erst ansagen, dann innerhalb weniger Sekunden aufnehmen.
- Vorschnell rufen: Ein falscher Ruf kostet einen Punkt, und die 3 Karten kommen zurück auf den Tisch.
FAQ
Wie viele Karten sind im Set-Kartenstapel enthalten?
Im Set-Kartenstapel befinden sich 81 Spielkarten. Jede kombiniert eine von drei Farben, eine von drei Symbolanzahlen, eine von drei Füllungen und eines von drei Symbolen.
Wie viele Punkte bekommt man für jeden gefundenen SET?
Jeder gefundene SET bringt einen Punkt. Ein falsch angesagtes oder falsch zusammengestelltes SET kostet dagegen einen Punkt.
Was passiert, wenn niemand ein SET findet?
Sind sich alle einig, dass unter den 12 Karten kein SET liegt, kommen 3 weitere Karten offen dazu. Diese 3 Karten werden beim nächsten SET nicht ersetzt, so dass wieder 12 Karten ausliegen.
Gibt es einen einfacheren Einstieg?
Ja: Man spielt zunächst nur mit dem kleinen Stapel, den Karten mit ausgefüllten Symbolen. Damit entfällt das Merkmal Füllung und es bleiben drei Merkmale. Danach mischt man beide Stapel für das vollständige Spiel zusammen.
Wie kann man Set spielen, wenn man alleine ist?
Solitär gelten dieselben Regeln, nur mit einer Strafe: Findet man kein SET, legt man 3 weitere Karten aus und kassiert eine Strafe von einem SET. Gewonnen hat man erst, wenn man diese Strafe abträgt, indem man unter den letzten 12 Karten auf dem Tisch ein SET findet.
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