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Go Fish: die Regeln
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Go Fish: die Regeln

Go Fish klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 29. März 2026

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Go Fish ist ein einfaches Kartenspiel, dessen Grundidee so schnell erklärt ist, dass es oft als reines Kinderspiel gilt. Es benötigt ein Standardblatt mit 52 Karten. Am besten funktioniert es mit 3 bis 6 Spielern, zu zweit lässt es sich aber ebenfalls spielen.

Ziel des Spiels

Ziel des Spiels ist es, möglichst viele "Bücher" zu sammeln – Sätze aus vier ranggleichen Karten –, indem man die anderen Spieler nach Karten fragt, von denen man vermutet, dass sie sie besitzen. Wer am Ende die meisten Bücher hat, gewinnt.

Vorbereitung

Das Blatt wird gemischt. Der Geber verteilt an jeden Spieler 5 Karten, bei nur zwei Spielern 7 Karten pro Person. Die übrigen Karten kommen verdeckt in die Tischmitte und bilden den Nachziehstapel.

Spielablauf

Der Spieler links vom Geber beginnt. Ein Zug besteht darin, einen bestimmten Mitspieler nach einem bestimmten Rang zu fragen, etwa: "Maria, gib mir bitte deine Buben." Entscheidend ist dabei die Regel, die Anfänger am häufigsten übersehen: Wer fragt, muss selbst bereits mindestens eine Karte dieses Rangs auf der Hand halten. Ohne einen eigenen Buben darf man nicht nach Buben fragen.

Hat der Gefragte Karten dieses Rangs, muss er alle davon abgeben – nicht nur eine. Der Fragende ist danach sofort wieder an der Reihe und darf erneut einen beliebigen Mitspieler nach einem beliebigen Rang fragen, den er nun selbst hält.

Hat der Gefragte keine einzige Karte dieses Rangs, sagt er "Go Fish!". Der Fragende zieht dann die oberste Karte des Nachziehstapels. Ist es zufällig genau der erfragte Rang, zeigt er die Karte vor und ist noch einmal an der Reihe. Ist es ein anderer Rang, behält er die Karte trotzdem, und der Zug geht an den nächsten Spieler links weiter.

Sobald ein Spieler vier Karten desselben Rangs beisammen hat, muss er dieses Buch vorzeigen und verdeckt vor sich ablegen. Er verliert dadurch nicht seinen Zug. Das Spiel läuft, bis entweder ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat oder der Nachziehstapel leer ist. Wer dann die meisten Bücher besitzt, gewinnt.

Punktewertung und Spielende

Im Grundspiel wird gar nicht gezählt: Es gewinnt schlicht, wer die meisten Bücher vor sich liegen hat. Wer länger spielen möchte, kann mehrere Runden hintereinander spielen und pro Buch einen Punkt vergeben, bis jemand eine vorher vereinbarte Zielpunktzahl erreicht, zum Beispiel 10 Punkte. Manche werten stattdessen die Karten in den Büchern: Zahlenwert für 2 bis 10, 11 für Buben, 12 für Damen, 13 für Könige und 15 für Asse.

Verbreitete Varianten

Die bekannteste Abwandlung: Man fragt nicht nach einem Rang, sondern nach einer ganz bestimmten Karte – "Tom, gib mir bitte die Karo-Sieben." Auch dafür muss man mindestens eine Karte dieses Rangs auf der Hand haben. Wer so spielt, sollte vorher klären, ob man nach einer Karte fragen darf, die man selbst schon hält: Man muss dann zwar ziehen und verliert den Zug, kann die Mitspieler damit aber gezielt in die Irre führen.

Drei weitere Hausregeln sind verbreitet. Manche spielen weiter, wenn der Nachziehstapel leer ist, bis alle Karten zu Büchern zusammengefügt sind – dann gibt es kein "Go Fish!" mehr, und der Zug wandert bei einem Fehlversuch einfach weiter. Andere lassen einen Spieler, der keine Karten mehr hat, eine neue Hand von 5 Karten ziehen (oder den ganzen Rest, falls weniger als fünf übrig sind), statt das Spiel zu beenden. Und wieder andere geben den Zug an den Spieler weiter, der gerade "Go Fish" gesagt hat, statt an den linken Nachbarn.

Ein Stück Geschichte

Spiele dieser Art tauchten Mitte des 19. Jahrhunderts auf und wurden ursprünglich mit Spezialkarten gespielt. In Großbritannien gab es zunächst "Spade the Gardener", bei dem Familien aus fünf Karten gesammelt wurden; später löste "Happy Families" es ab, wo jede Familie aus vier Karten besteht – Mutter, Vater, Sohn und Tochter. In den USA erschien 1843 zuerst "Dr Busby", ebenfalls auf Familien aufgebaut, 1861 folgte "Authors". Ob diese Spiele auf ein älteres Spiel mit gewöhnlichem Blatt zurückgehen oder ob die Anpassung an das 52er-Blatt erst später kam, ist nicht bekannt.

Eine Namensfalle sollte man kennen: Go Fish wird oft einfach "Fish" genannt – doch dieser Name steht, ebenso wie "Canadian Fish" oder "Russian Fish", auch für Literature, ein deutlich komplexeres Partnerspiel.

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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

Der klassische Anfängerfehler ist, nach einem Rang zu fragen, von dem man selbst keine einzige Karte besitzt – das ist nicht erlaubt. Auf der anderen Seite des Tisches passiert der zweithäufigste Fehler: Wer gefragt wird, gibt nur eine Karte heraus, obwohl er alle Karten dieses Rangs abgeben muss. Ein dritter Stolperstein folgt direkt auf ein "Go Fish!": Die gezogene Karte bleibt auch dann auf der Hand, wenn sie nicht passt – nur in diesem Fall wandert der Zug weiter. Und schließlich hält mancher ein fertiges Buch zurück, statt es sofort vorzuzeigen und verdeckt abzulegen.

FAQ

  • Darf ich nach einem Rang fragen, von dem ich selbst keine Karte habe? Nein. Wer fragt, muss immer schon mindestens eine Karte des erfragten Rangs auf der Hand halten.

  • Der Gefragte hat drei Karten dieses Rangs – muss er alle drei abgeben? Ja, er muss sämtliche Karten des erfragten Rangs herausgeben, und der Fragende ist sofort wieder an der Reihe.

  • Was passiert, wenn die gezogene Karte genau der erfragte Rang ist? Man zeigt sie den Mitspielern und ist noch einmal an der Reihe. Passt sie nicht, behält man sie und der Zug geht nach links weiter.

  • Wie viele Punkte bekommt man für ein Buch? Im Grundspiel gar keine – gezählt werden nur die Bücher. Bei längeren Partien vergibt man üblicherweise einen Punkt pro Buch bis zu einer vereinbarten Zielpunktzahl, oder man wertet die Kartenwerte: 2 bis 10 nach Zahlenwert, 11 für Buben, 12 für Damen, 13 für Könige, 15 für Asse.

  • Wann endet das Spiel genau? Sobald ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat oder der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Dann werden die Bücher gezählt.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 29. März 2026. https://www.pagat.com/quartet/gofish.html