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Schwarzer Peter: die Regeln
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Schwarzer Peter: die Regeln

Schwarzer Peter klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 24. Februar 2026

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Schwarzer Peter: die Regeln

Schwarzer Peter ist ein Kinderkartenspiel, das in vielen Teilen der Welt unter unterschiedlichen Namen bekannt ist: Schwarzer Peter in Deutschland, Vieux Garçon oder Le Pouilleux in Frankreich, Old Maid im englischsprachigen Raum, Ekae in Thailand und Papaz kaçtı in der Türkei. Es kann von zwei oder mehr Spielern gespielt werden und braucht nur ein gewöhnliches Kartenblatt — oder ein spezielles Schwarzer-Peter-Blatt.

Ziel des Spiels

Ziel ist es, alle eigenen Karten loszuwerden. Wer alle Karten abgelegt hat, ist sicher und scheidet aus dem laufenden Spiel aus. Verloren hat, wer am Ende die einzige übrig gebliebene Karte ohne Partner auf der Hand hält — die überzählige Dame, den Schwarzen Peter.

Vorbereitung

Aus einem Standardblatt mit 52 Karten wird eine Dame entfernt, es bleiben 51 Karten übrig. Der Geber teilt alle Karten aus; dabei bekommen in der Regel einige Spieler eine Karte mehr als andere, was keine Rolle spielt. Gegeben und gespielt wird im Uhrzeigersinn.

Alle Spieler sehen sich zunächst ihre Karten an und legen sämtliche Paare ab, die sie bereits auf der Hand haben. Ein Paar besteht aus zwei Karten gleichen Ranges, zum Beispiel zwei Sieben oder zwei Königen — die Farbe spielt dabei keine Rolle.

Spielablauf

Der Geber beginnt. Wer an der Reihe ist, hält seine Karten verdeckt aufgefächert dem Spieler zu seiner Linken hin. Dieser zieht eine Karte, ohne ihre Vorderseite zu sehen, und nimmt sie auf die Hand. Bildet die gezogene Karte ein Paar mit einer Karte seiner Hand, legt er dieses Paar sofort ab.

Anschließend ist der Spieler an der Reihe, der gerade gezogen hat: Er hält nun seinerseits seine Karten dem nächsten Spieler zu seiner Linken hin, und so geht es reihum weiter.

Wer alle seine Karten losgeworden ist, ist sicher und nimmt am weiteren Spiel nicht mehr teil. Der Zug geht dann an den nächsten Spieler zu seiner Linken, der seine Karten dem folgenden Spieler zum Ziehen anbietet. Nach und nach werden so alle Karten abgelegt, bis nur noch die eine überzählige Dame übrig bleibt — der Schwarze Peter. Wer sie am Ende hält, hat verloren.

Punktewertung und Spielende

Im Grundspiel gibt es keine Punktewertung: Es gibt nur einen Verlierer, nämlich den Halter der letzten übrigen Karte. Alle anderen Spieler haben gleichermaßen gewonnen. Eine Punktevariante ist lediglich aus der türkischen Fassung des Spiels bekannt (siehe unten).

Verbreitete Varianten

  • Bube statt Dame: In Ländern, in denen das Spiel einen männlichen Namen trägt — etwa Black Peter oder Schwarzer Peter —, wird statt einer Dame ein Bube aus dem Blatt entfernt. Verlierer ist dann, wer am Ende den überzähligen Buben hält.
  • Umgekehrte Version: Der Ablauf bleibt exakt derselbe, aber wer am Schluss die überzählige Karte hält, während alle anderen keine Karten mehr haben, ist der Gewinner statt der Verlierer.
  • Spezialblatt: Das Spiel wird oft mit einem eigenen Kartensatz gespielt, bei dem alle Karten paarweise zusammenpassen und nur eine einzige Karte keinen Partner hat — deren Halter verliert. Manchen deutschen Quartett-Sets liegt eine Schwarzer-Peter-Karte bei, damit das Blatt auch für dieses Spiel taugt.
  • Die traditionelle deutsche Fassung: Ursprünglich wurde Schwarzer Peter mit einem gewöhnlichen Blatt gespielt, häufig einem 32-Karten-Blatt, aus dem ein schwarzer Bube entfernt wurde. Heute kommt meist ein Spezialblatt mit 31 oder 37 Karten zum Einsatz, auf dem die Schwarzer-Peter-Karte eine schwarze Katze oder einen Schornsteinfeger zeigt. Dazu gehört ein alter Brauch: Ein echter Korken wird vorsichtig über einer Kerzenflamme angeschwärzt und dem Verlierer damit ein schwarzer Strich ins Gesicht gemalt.
  • Papaz kaçtı (Türkei): Der Name bedeutet „der König ist entwischt". Gespielt wird mit 49 Karten — einem 52er-Blatt, aus dem drei Könige entfernt wurden. Paare werden wie üblich abgelegt, gespielt wird jedoch gegen den Uhrzeigersinn: Beginnend mit dem Geber hält jeder Spieler seine Karten dem rechten Nachbarn hin. Wer am Ende den überzähligen König hält, scheidet aus, und es wird weitergegeben, bis nur noch ein Spieler übrig ist. In einer anderen Fassung erhält dieser Spieler stattdessen einen Strafpunkt; gespielt wird, bis jemand fünf Strafpunkte hat, und wer dann die wenigsten Punkte besitzt, gewinnt.

Ein Stück Geschichte

Zum genauen Ursprung des Spiels ist nichts Gesichertes überliefert. Belegt ist aber seine große Verbreitung: Praktisch jede Kartenspielkultur kennt eine eigene Fassung unter eigenem Namen, vom französischen Pouilleux über den englischen Old Maid bis zum türkischen Papaz kaçtı. Der Kern ist überall derselbe — Paare ablegen und die eine Karte ohne Partner nicht in der Hand behalten.

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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

Der häufigste Fehler ist, zu Beginn nicht sorgfältig alle Paare abzulegen — wer ein Paar übersieht, schleppt unnötig Karten mit sich herum. Ebenso wichtig: Die eigenen Karten müssen dem Nachbarn verdeckt hingehalten werden, damit er die Karte wirklich blind zieht. Und die Richtung stimmt: Angeboten wird dem Spieler zur Linken (außer in der türkischen Fassung, die gegen den Uhrzeigersinn läuft).

FAQ

1. Wie viele Spieler braucht man? Zwei oder mehr. Eine Obergrenze nennen die Regeln nicht — mit vielen Spielern bekommt jeder einfach weniger Karten.

2. Mit wie vielen Karten wird gespielt? Mit 51: einem Standardblatt von 52 Karten, aus dem eine Dame entfernt wurde.

3. Wer fängt an? Der Geber. Er hält seine Karten als Erster dem Spieler zu seiner Linken hin.

4. Macht es etwas aus, wenn nicht alle gleich viele Karten haben? Nein. Beim Austeilen bekommen in der Regel einige Spieler eine Karte mehr — das ist ohne Bedeutung für den Ablauf.

5. Was passiert, wenn ich alle meine Karten los bin? Dann bist du sicher und nimmst am weiteren Spiel nicht mehr teil. Der Zug geht an den nächsten Spieler zu deiner Linken.

6. Was zählt als Paar? Zwei Karten gleichen Ranges, etwa zwei Sieben oder zwei Könige. Die Farbe ist egal.

7. Kann man statt einer Dame einen Buben entfernen? Ja, das ist die verbreitete Variante in Ländern mit einem männlichen Spielnamen — dann verliert der Halter des überzähligen Buben.

8. Kann der Halter des Schwarzen Peters auch gewinnen? In der umgekehrten Version ja: Der Ablauf ist identisch, aber die letzte übrige Karte macht ihren Halter zum Gewinner.

9. Ist das Spiel für Kinder geeignet? Ja — es ist ausdrücklich ein Kinderspiel. Die Regeln beschränken sich auf Paare ablegen und eine Karte ziehen.

10. Braucht man ein spezielles Schwarzer-Peter-Blatt? Nein, ein gewöhnliches Blatt mit einer entfernten Dame oder einem entfernten Buben genügt. Spezialblätter mit 31 oder 37 Karten gibt es aber und sind gerade für Kinder beliebt.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 24. Februar 2026. https://www.pagat.com/passing/oldmaid.html