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Citadels: die Regeln
societe 6 Min. Lesezeit

Citadels: die Regeln

Citadels klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.

Aktualisiert am 29. März 2026

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Citadels: Ein Gesellschaftsspiel mit knapper Strategie

Im Überblick

Citadels ist ein französisches Gesellschaftsspiel, das von Bruno Faidutti entwickelt und im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Das Spielmaterial besteht aus 18 Charakterkarten, 80 Distriktkarten, 30 Goldmünzen, einem hölzernen Kronenmarker, 8 Übersichtskarten und einem Regelheft.

Ziel des Spiels

Jeder Spieler baut vor sich eine eigene Stadt aus Distriktkarten auf. Wer als Erster acht Distrikte gebaut hat, löst das Spielende aus — gewonnen hat aber nicht zwangsläufig dieser Spieler, sondern derjenige mit den meisten Punkten in der Schlusswertung.

Vorbereitung

Zunächst werden alle Bonus-Charakter- und Distriktkarten (mit einem weißen Stern markiert) aus dem Spiel entfernt. Die acht verbleibenden Charakterkarten werden zum Charakterstapel gemischt, die übrigen Distriktkarten zum Distriktstapel. Jeder Spieler erhält vier zufällige Distriktkarten und zwei Goldmünzen aus der Bank. Der älteste Spieler bekommt die Krone.

Spielablauf

Citadels wird über eine Reihe von Runden gespielt, jeder Runde sind vier Schritte zugeordnet.

Schritt 1: Entfernen der Charaktere

Zu Beginn jeder Runde wird eine zufällige Charakterkarte gezogen und verdeckt in die Tischmitte gelegt, ohne dass jemand sie ansieht — dieser Charakter fehlt in dieser Runde. Anschließend werden weitere Karten offen in die Tischmitte gelegt; wie viele es sind, hängt von der Spielerzahl ab. Auch diese Charaktere stehen in dieser Runde nicht zur Verfügung. Sonderregel: Wird der König offen aufgedeckt, wird er sofort durch eine andere zufällige Karte ersetzt und zurück in den Charakterstapel gemischt.

Schritt 2: Auswählen der Charaktere

Der Spieler mit der Krone nimmt den Charakterstapel, sieht sich die Karten an und wählt heimlich einen Charakter aus. Die restlichen Karten gibt er an seinen linken Nachbarn weiter, der ebenfalls heimlich wählt und weitergibt — und so reihum, bis jeder Spieler genau eine Karte hat. Die letzte übrig gebliebene Karte wird verdeckt in die Tischmitte gelegt. Niemand weiß also, welche Rolle die Mitspieler übernommen haben.

Schritt 3: Durchführung der Spieler-Runden

Der Spieler mit der Krone ruft nun die Charaktere einzeln in der Reihenfolge ihrer Rangnummer auf: zuerst den Meuchelmörder (Nr. 1), dann den Dieb (Nr. 2) und so weiter. Meldet sich auf einen Namen niemand, wird einfach der nächste Rang aufgerufen — diese Rolle liegt in dieser Runde verdeckt oder offen in der Tischmitte. Wird dein Charakter aufgerufen, deckst du die Karte offen vor dir auf und spielst deinen Zug.

In deinem Zug musst du zuerst eine Aktion ausführen und darfst danach einen Distrikt bauen:

  • Aktion (Pflicht): entweder zwei Goldmünzen aus der Bank nehmen oder zwei Distriktkarten vom Distriktstapel ziehen, eine davon auf die Hand nehmen und die andere unter den Stapel zurücklegen.
  • Bauen (freiwillig): anschließend darfst du genau eine Distriktkarte aus deiner Hand vor dir auslegen und ihre Baukosten in Gold an die Bank zahlen. Die Kosten stehen oben links auf der Karte. Zwei identische Distrikte in derselben Stadt sind nicht erlaubt.

Zusätzlich darfst du einmal pro Zug die Sonderfähigkeit deines Charakters einsetzen.

Schritt 4: Rundenende

Sobald alle Charaktere aufgerufen wurden, geben alle Spieler ihre Charakterkarte in den Charakterstapel zurück. Der Stapel wird gemischt, und eine neue Runde beginnt wieder mit Schritt 1.

Charaktere und ihre Fähigkeiten

Jeder Charakter besitzt eine Sonderfähigkeit, die einmal während des eigenen Zuges eingesetzt werden darf. Die Fähigkeit ist auf der jeweiligen Karte zusammengefasst und im hinteren Teil des Regelhefts ausführlich erklärt. Es lohnt sich, die Fähigkeiten vor der ersten Partie durchzulesen — die Reihenfolge der Rangnummern ergibt erst dann Sinn.

Ende des Spiels

Das Spiel endet, sobald ein Spieler seinen achten Distrikt gebaut hat — die laufende Runde wird aber noch zu Ende gespielt, damit alle gleich viele Züge hatten. Danach wird gewertet:

  • Jeder Spieler erhält so viele Punkte, wie die Baukosten aller Distrikte seiner Stadt zusammen betragen.
  • Wer mindestens einen Distrikt in jeder der fünf Farben besitzt, bekommt 3 Punkte dazu.
  • Wer als Erster acht Distrikte gebaut hat, bekommt 4 Punkte.
  • Jeder weitere Spieler, der am Spielende ebenfalls acht Distrikte besitzt, bekommt 2 Punkte.

Es gewinnt, wer die meisten Punkte hat. Bei Gleichstand entscheidet zuerst die reine Summe der Baukosten, danach der höhere Goldvorrat.

Verbreitete Varianten

Im Spielmaterial stecken Bonus-Charakter- und Bonus-Distriktkarten, die mit einem weißen Stern markiert sind und für die Grundregeln aussortiert werden. Sie wieder ins Spiel zu nehmen ist die naheliegendste Variante, weil sie die Auswahl an Rollen und Gebäuden vergrößert. Außerdem existiert eine Deluxe-Ausgabe mit erweitertem Material. Und eine Regel, die viele übersehen, ist eigentlich schon im Grundspiel eine Variante für sich: Man darf durchaus mehr als acht Distrikte bauen, wenn man das Gold dafür hat.

Ein Stück Geschichte

Citadels stammt vom französischen Autor Bruno Faidutti und erschien im Jahr 2000. Sein eigentlicher Kniff steckt nicht im Bauen, sondern im Auswahlschritt: Weil pro Runde eine Rolle verdeckt und mehrere offen aus dem Spiel genommen werden, weiß niemand sicher, ob der Meuchelmörder überhaupt im Spiel ist. Genau diese Ungewissheit macht jede Runde zu einem kleinen Bluff-Duell.

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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte

  • Denselben Distrikt zweimal bauen wollen: Zwei gleichnamige Karten dürfen nicht in derselben Stadt liegen.
  • Die Reihenfolge im Zug vertauschen: Erst die Pflichtaktion (Gold oder Karten), dann erst das Bauen.
  • Beim Kartenziehen beide Karten behalten: Eine der beiden Distriktkarten muss unter den Stapel zurück.
  • Die Sonderfähigkeit des eigenen Charakters vergessen — sie gilt nur einmal im eigenen Zug und verfällt danach.
  • Glauben, bei acht Distrikten sei sofort Schluss: Die angefangene Runde wird noch zu Ende gespielt.

FAQ

  • Wie viele Spieler kann man Citadels spielen?

Citadels kann von 2 bis 8 Spielern gespielt werden.

  • Woran erkenne ich die Baukosten eines Distrikts?

An der Zahl oben links auf der Distriktkarte. Genau dieser Betrag wird beim Bauen an die Bank gezahlt und zählt am Spielende als Punkte.

  • Darf man mehr als acht Distrikte bauen?

Ja. Acht Distrikte lösen nur das Spielende aus; wer genug Gold hat, darf weiterbauen und sammelt dadurch zusätzliche Punkte.

  • Was passiert, wenn ein aufgerufener Charakter gar nicht im Spiel ist?

Dann meldet sich niemand, und es wird einfach der nächste Rang aufgerufen. Diese Rolle wurde zu Rundenbeginn aussortiert oder liegt als letzte Karte verdeckt in der Tischmitte.

  • Wer bekommt zu Beginn die Krone?

Der älteste Spieler. Er wählt in der ersten Runde als Erster seinen Charakter und ruft die Charaktere in der Rangfolge auf.

  • Was gilt bei Punktgleichstand?

Zuerst zählt nur die Summe der Baukosten aller Distrikte. Bleibt es dabei gleich, gewinnt der Spieler mit dem meisten Gold.

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Quellen: Offizielle Spielregeln und Verlage. Zuletzt geprüft: 29. März 2026. https://www.ultraboardgames.com/citadels/game-rules.php