
Dobble-Regeln und Varianten
Dobble-Regeln und Varianten klar erklärt: Vorbereitung, Spielablauf, Punktewertung und Varianten, mit unseren Tipps für den Einstieg.
Aktualisiert am 21. Januar 2026
📋 Sommaire
Dobble ist ein Kartenspiel, das von Zygomatic herausgegeben und von Asmodee vertrieben wird. Die hier beschriebene Anleitung stammt aus der Ausgabe Dobble Access+, einer Adaption des bekannten Spiels, die zwei vollständige Spielvarianten enthält: „La Tour infernale" (der Höllenturm) und „Le Puits" (der Brunnen).
Das Grundprinzip bleibt in beiden Varianten dasselbe: Zwischen zwei beliebigen Karten gibt es immer genau ein identisches Symbol — nie mehr als eines. Wer es als Erster entdeckt und laut benennt, gewinnt den Zug.
Material
Die Access+-Ausgabe enthält 65 Dobble-Karten, aufgeteilt in drei Schwierigkeitsstufen:
- 13 Karten der Stufe „leicht" — mit 4 Symbolen pro Karte
- 21 Karten der Stufe „mittel" — mit 5 Symbolen pro Karte
- 31 Karten der Stufe „fortgeschritten" — mit 6 Symbolen pro Karte
Wichtig: Die Kartenstapel der verschiedenen Schwierigkeitsstufen dürfen nicht miteinander gemischt werden.
Variante 1: „Der Höllenturm"
Ziel des Spiels
Am Ende der Partie die meisten Karten gesammelt zu haben.
Vorbereitung
- Wählt die gewünschte Schwierigkeitsstufe und nehmt den entsprechenden Kartenstapel.
- Jeder Spieler erhält 1 Karte, verdeckt, und legt sie vor sich ab.
- Legt die restlichen Karten offen in die Tischmitte; sie bilden den Nachziehstapel.
- Betrachtet die erste offene Karte des Nachziehstapels genau; ihr könnt gemeinsam die abgebildeten Symbole beschreiben.
- Wenn alle bereit sind, kann gespielt werden.
Spielablauf
Alle Spieler drehen ihre Karte gleichzeitig offen um. Der erste Spieler, der das identische Symbol zwischen seiner eigenen Karte und der Karte in der Tischmitte findet, nennt es laut. Stimmt es, nimmt er die oberste Karte des Nachziehstapels und legt sie auf seine eigene Karte.
Anschließend muss jeder Spieler das identische Symbol zwischen der ersten Karte seines Stapels und der neuen offenen Karte in der Tischmitte finden. So wird weitergespielt, bis der zentrale Nachziehstapel leer ist.
Spielende
Das Spiel endet, wenn im Nachziehstapel keine Karten mehr verfügbar sind. Jeder Spieler zählt dann die Karten, die vor ihm liegen. Der oder die Spieler mit der höchsten Kartenzahl gewinnen die Partie.
Variante 2: „Der Brunnen"
Ziel des Spiels
Als Erster alle eigenen Karten loszuwerden.
Vorbereitung
- Wählt die gewünschte Schwierigkeitsstufe und nehmt den entsprechenden Kartenstapel.
- Verteilt die Karten verdeckt an die Spieler, je nach Spielerzahl und gewählter Stufe:
| Stufe | 2 Spieler | 3 Spieler | 4 Spieler |
|---|---|---|---|
| leicht | 6 | / | / |
| mittel | 10 | 6 | / |
| fortgeschritten | 15 | 10 | 7 |
- Legt anschließend 1 Karte offen in die Tischmitte; sie bildet den „Brunnen". Übrige Karten kommen zurück in die Schachtel und werden in dieser Partie nicht verwendet.
- Betrachtet die erste offene Karte in der Tischmitte genau; ihr könnt gemeinsam die abgebildeten Symbole beschreiben.
- Wenn alle bereit sind, kann gespielt werden.
Spielablauf
Alle Spieler drehen gleichzeitig die erste Karte ihres Stapels offen um. Der erste Spieler, der das identische Symbol zwischen seiner ersten Karte und der Karte in der Tischmitte findet, nennt es laut. Stimmt es, legt er die oberste Karte seines Stapels auf die Karte des Brunnens.
Danach muss jeder Spieler das identische Symbol zwischen der ersten Karte seines Stapels und der neuen offenen Karte in der Tischmitte finden.
Spielende
Das Spiel endet, sobald ein Spieler alle seine Karten losgeworden ist. Er wird zum Sieger erklärt.
Solovariante
Dobble Access+ kann laut Anleitung auch allein gespielt werden, zumindest für die ersten Partien unter dem wohlwollenden Blick einer Begleitperson. Die Regeln entsprechen denen der Mehrspieler-Varianten. Empfohlen wird unter anderem, die Partien zu stoppen, um Fortschritte sichtbar zu machen, eher kurze Partien mit reduzierter Kartenzahl zu spielen, um die Schwierigkeitsstufen aneinanderzureihen, die Karten zum Benennen von Symbolen und Farben zu nutzen und je nach Vorliebe zwischen den beiden Varianten zu wählen.
Wertung
In beiden Varianten gibt es keine Punktetabelle: Gezählt werden nur Karten. Im „Höllenturm" gewinnt, wer am Ende die meisten Karten vor sich liegen hat; im „Brunnen" gewinnt, wer als Erster keine Karten mehr hat.
Eine kuriose Anekdote
Dobble beruht auf einem Schnittprinzip: Zwei Geraden haben stets genau einen gemeinsamen Punkt. 1976 verallgemeinerte Jacques Cottereau ein berühmtes Problem der Unterhaltungsmathematik, das Kirkman-Problem oder „Problem der Mädchenpension" — fünfzehn Mädchen gehen täglich in Dreierreihen spazieren, und jede soll genau einmal mit jeder anderen zusammen sein. Aus den daraus entstandenen Strukturen, den Mathematikern als „unvollständige balancierte Blockpläne" bekannt, baute er ein „Insektenspiel" auf Basis einer projektiven Ebene der Ordnung 5.
Im Frühjahr 2008 entdeckte Denis Blanchot einige Karten dieses Insektenspiels und tat sich mit Cottereau zusammen, um daraus ein „echtes" Spiel zu machen: klar erkennbare Icons und mehr Karten, nämlich 57 Karten mit 8 Figuren — eine projektive Ebene der Ordnung 7. Nach zahlreichen Prototypen und Tests, unter anderem mit Kindern, und mit Beteiligung des Play-Factory-Teams erschien Dobble im Herbst 2009 in seiner heutigen Form: mehr als 50 Symbole, 55 Karten, 8 Symbole pro Karte und immer genau ein identisches Symbol zwischen zwei Karten.
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Anfängerfehler, die man vermeiden sollte
- Kartenstapel verschiedener Schwierigkeitsstufen mischen: Die Anleitung untersagt das ausdrücklich.
- Weitersuchen, obwohl man ein Symbol gefunden hat: Zwischen zwei Karten gibt es immer nur ein einziges identisches Symbol.
- Das Symbol nicht laut nennen: Erst das laute Benennen sichert den Zug.
- Die Anfangskarte nicht gemeinsam anschauen: Die Anleitung empfiehlt, die erste offene Karte vor dem Start zusammen zu beschreiben.
FAQ
Wie viele Karten enthält Dobble Access+?
65 Karten: 13 der Stufe „leicht" (4 Symbole), 21 der Stufe „mittel" (5 Symbole) und 31 der Stufe „fortgeschritten" (6 Symbole).
Wie viele identische Symbole gibt es zwischen zwei Karten?
Immer genau eines. Die Anleitung weist ausdrücklich darauf hin, dass es zwischen zwei Karten nur ein einziges identisches Symbol geben kann.
Darf man die Schwierigkeitsstufen mischen?
Nein. Die Kartenstapel der verschiedenen Stufen dürfen nicht miteinander gemischt werden.
Für wie viele Spieler ist die Variante „Der Brunnen" gedacht?
Die Verteiltabelle der Anleitung deckt 2, 3 und 4 Spieler ab, wobei die Kartenzahl von der gewählten Schwierigkeitsstufe abhängt.
Kann man Dobble allein spielen?
Ja. Die Anleitung sieht ausdrücklich eine Solopartie vor, für die ersten Partien begleitet von einer Betreuungsperson.
Wer hat Dobble erfunden?
Das Vorläuferspiel, das „Insektenspiel", stammt von Jacques Cottereau. Denis Blanchot entwickelte es ab 2008 zusammen mit ihm zum heutigen Dobble weiter, das im Herbst 2009 erschien.
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